Im 18.Jahrhundert vollzog sich in der Musik ein Umbruch, sowohl in den musikalischen Strukturen als auch in der Wahl der Mittel. Das Generalbaßzeitalter ging dem Ende zu, die Epoche der Klassik begann - und zwar nicht nur im (damals süddeutschen) Wien, wo J. Haydn und W.A. Mozart als Protagonisten der Wiener Klassik bekannt sind. Auch der zweitälteste Sohn von J.S. Bach, Carl Philipp Emanuel, experimentierte im norddeutschen Hamburg mit neuen Formen und Klängen. Die Entwicklung des Hammerflügels begünstigte diese Experimentierfreude - erstmals stand dem Tastenspieler ein Instrument zur Verfügung, das laut und leise spielen konnte und weitere klangliche Möglichkeiten hatte, die es bei seinem Vorgänger, dem Cembalo, in diesem Maße nicht gab. Wie unterschiedlich die Klassiker aus dem Süden und dem Norden mit diesem neuen Instrument umgingen, hören Sie im Programm "Klassik Nord-Süd".
Programm
Carl Philipp Emanuel Bach
(1714-1787):
Rondo Es-Dur Wq 61,1
Andantino
Franz Joseph Haydn
(1732-1809):
Variationen (Sonata - Un
piccolo
Divertimento) f-Moll Hob XVII:6
Andante
C.P.E. Bach:
Sonata D-Dur Wq
61,2
Allegro di molto -
Allegretto -
Presto di molto
Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791):
Sonate F-Dur KV 533/494
Allegro - Andante - Rondo
(Allegretto)
C.P.E. Bach: Rondo d-Moll Wq
61,4
Allegro di molto
F.J. Haydn: Sonate F-Dur Hob
XVI:23
[Allegro] - Adagio - Finale
(Presto)
C.P.E. Bach: Fantasia C-Dur
Wq 61,6
Presto di molto - Andante -
Presto
di molto - Larghetto sostenuto - Presto di molto
Und das schreibt die Presse MV,25.10.2010: